Gebühren und Kostenauskunft
Notarkosten
Die Gebühren für notarielle Tätigkeiten sind in Deutschland gesetzlich geregelt. Grundlage ist das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Bei gleichen rechtlichen Voraussetzungen gelten dieselben Gebühren, unabhängig davon, welche Notarin oder welcher Notar die Tätigkeit übernimmt.
Die Höhe der Kosten hängt vom gesetzlich bestimmten Geschäftswert und von den erforderlichen Tätigkeiten ab. Hier erfahren Sie, wie Gebühren berechnet werden, welche Leistungen darin enthalten sind und wann weitere Kosten entstehen können.
Gesetzlich geregelte Notargebühren
Das GNotKG legt fest, für welche Tätigkeiten Gebühren anfallen und wie sie zu berechnen sind. Die Gebühren sind nicht frei verhandelbar.
Bundesweit einheitlich
Die gesetzlich festgelegten Gebühren gelten für alle Notarinnen und Notare in Deutschland. Bei gleichen Vorgängen und Voraussetzungen ergeben sich dieselben gesetzlichen Gebührensätze.
Geschäftswert und Gebührensatz
Bei vielen Tätigkeiten ist ein gesetzlich bestimmter Geschäftswert maßgeblich. Welche Gebühr daraus entsteht, richtet sich zusätzlich nach dem Gebührensatz für die jeweilige notarielle Tätigkeit.
Der Geschäftswert ist nicht in jedem Fall mit dem Kaufpreis, dem Stammkapital oder dem gesamten Vermögen gleichzusetzen. Das Gesetz sieht je nach Geschäft eigene Bewertungsregeln sowie teilweise Mindest- und Höchstwerte vor.
Wie wird der Geschäftswert bestimmt?
Wie ein Geschäft bewertet wird, hängt von der Art des notariellen Vorgangs ab. Diese Beispiele zeigen die Unterschiede; sie ersetzen keine Berechnung für den Einzelfall.
Immobilienkauf
Ausgangspunkt ist regelmäßig der vereinbarte Kaufpreis. Weitere übernommene Leistungen können hinzukommen. Ist der so ermittelte Wert niedriger als der Verkehrswert, ist der Verkehrswert maßgeblich.
Testament und Erbvertrag
Bei Verfügungen von Todes wegen spielen die Vermögensverhältnisse eine wichtige Rolle. Verbindlichkeiten werden nach den gesetzlichen Bewertungsregeln berücksichtigt; es gilt nicht einfach ein pauschaler Nachlasswert.
GmbH- und UG-Gründung
Bei Gründungen kommt es unter anderem auf die Rechtsform, das Kapital und die konkrete Art des Gründungsverfahrens an. Gesetzliche Mindestgeschäftswerte und Sonderregelungen können eine Rolle spielen.
Vorsorgevollmacht
Der Geschäftswert richtet sich nach den gesetzlich vorgesehenen Maßstäben, insbesondere dem Umfang der Vollmacht und den betroffenen Vermögenswerten. Ein einheitlicher Pauschalwert gilt nicht für jede Vollmacht.
Beratung, Entwurf und Beurkundung
Die Kosten hängen nicht einfach von der Anzahl der Besprechungen oder dem Zeitaufwand ab. Entscheidend ist, welche gesetzlich geregelten Tätigkeiten im Verfahren anfallen.
Bei abgeschlossener Beurkundung
Die rechtliche Beratung zum beurkundeten Geschäft und die Erstellung des zugehörigen Urkundenentwurfs sind grundsätzlich durch die Beurkundungsgebühr abgegolten. Mehrere Besprechungen führen nicht automatisch zu einer höheren Gebühr.
Gesonderte notarielle Tätigkeiten
Für bestimmte Vollzugs- und Betreuungshandlungen, Beglaubigungen oder zusätzliche Verfahren können gesonderte gesetzliche Gebühren anfallen. Ob das der Fall ist, hängt vom erteilten Auftrag und den erforderlichen Tätigkeiten ab.
Kosten ohne abgeschlossene Beurkundung
Auch wenn ein geplantes Geschäft nicht beurkundet wird, können Gebühren entstehen. Entscheidend sind der Auftrag und der Stand des Verfahrens.
Vorzeitig beendetes Verfahren
Wurde ein Beurkundungsverfahren beauftragt und anschließend nicht zu Ende geführt, können nach dem GNotKG Gebühren entstehen. Ihre Höhe hängt unter anderem davon ab, welche Arbeiten bereits erfolgt sind und ob ein Entwurf übermittelt wurde.
Gesonderter Entwurfs- oder Beratungsauftrag
Auch ein ausdrücklich beauftragter Entwurf außerhalb eines Beurkundungsverfahrens oder eine eigenständige Beratung kann gebührenpflichtig sein. Es lässt sich daher nicht pauschal sagen, dass jede Anfrage kostenlos oder jeder Entwurf separat zu bezahlen ist.
Wenn Sie unsicher sind, ob bereits ein kostenpflichtiger Auftrag erteilt wird, sprechen Sie das bitte bei der Kontaktaufnahme an.
Welche weiteren Kosten können entstehen?
Neben der Gebühr für die Beurkundung oder Beglaubigung können weitere Kosten anfallen. Nicht alle gehören zur Rechnung des Notariats.
Auslagen und Umsatzsteuer
Zum Beispiel können gesetzlich vorgesehene Auslagen für Dokumente, Versand oder elektronische Verfahren berechnet werden. Auf steuerpflichtige Notargebühren und Auslagen fällt Umsatzsteuer an.
Gerichtsgebühren und Steuern
Für Grundbuch- oder Registereintragungen können gesonderte Gerichtsgebühren entstehen. Eine Grunderwerbsteuer beim Immobilienkauf ist ebenfalls keine Notargebühr und wird nicht über die notarielle Gebührenrechnung erhoben.
Welche Kosten tatsächlich entstehen, ergibt sich aus dem jeweiligen Rechtsgeschäft und den vorgesehenen Verfahrensschritten.
Kostenauskunft und offizieller Gebührenrechner
Sie können eine Einschätzung der voraussichtlichen Notarkosten telefonisch oder über unsere Kontaktmöglichkeiten anfragen. Ein persönlicher Besprechungstermin ist für eine erste Anfrage nicht zwingend erforderlich.
Welche Angaben helfen bei einer Kostenauskunft?
Beschreiben Sie das geplante Rechtsgeschäft und nennen Sie nach Möglichkeit den Kaufpreis, die Art des Vermögens oder andere für die Berechnung wichtige Werte. Wir können dann die voraussichtlich relevanten Gebührenpositionen erläutern.
Gebührenrechner der Bundesnotarkammer
Mit dem offiziellen Rechner lässt sich eine einzelne Wertgebühr anhand von Geschäftswert und Gebührensatz abschätzen. Er erfasst nicht alle gesetzlichen Sonderregelungen, Mindest- und Höchstgebühren oder zusätzlichen Kosten.
Zum Gebührenrechner der Bundesnotarkammer →
Die endgültige Kostenberechnung richtet sich nach dem tatsächlichen Vorgang und den gesetzlichen Gebührenvorschriften.
Fragen zu den Notarkosten
Wie werden Notarkosten berechnet?
Bei vielen notariellen Tätigkeiten ist der gesetzliche Geschäftswert die Berechnungsgrundlage. Hinzu kommt der nach dem GNotKG vorgesehene Gebührensatz für das jeweilige Geschäft. Für bestimmte Tätigkeiten gelten besondere Gebührenregeln.
Sind Beratung und Entwurf in den Notarkosten enthalten?
Bei einer abgeschlossenen Beurkundung sind Beratung und Entwurf für das beurkundete Geschäft grundsätzlich in der Beurkundungsgebühr enthalten. Für bestimmte zusätzliche Tätigkeiten können weitere gesetzliche Gebühren anfallen.
Entstehen Kosten, wenn ein Beurkundungstermin abgesagt wird?
Das hängt davon ab, ob bereits ein Auftrag erteilt wurde und wie weit das Verfahren fortgeschritten ist. Auch ohne abschließende Beurkundung können nach dem GNotKG Gebühren entstehen.
Welche zusätzlichen Kosten kommen in Betracht?
Neben Notargebühren können Auslagen und Umsatzsteuer anfallen. Grundbuch- und Registergebühren sowie gegebenenfalls Steuern werden gesondert erhoben.
Wann muss ich die Notarkosten bezahlen?
Notargebühren werden nach den gesetzlichen Vorschriften grundsätzlich mit Beendigung des Verfahrens oder Geschäfts fällig. Zur Einforderung erhalten Sie eine Kostenberechnung mit den maßgeblichen Gebühren und Auslagen. Die Zahlung richtet sich nach dieser Kostenberechnung.
Offizielle Informationen zu Notarkosten
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Kontakt
Kostenauskunft und Kontakt
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Notarin Alexandra Goller
Marktplatz 5
71540 Murrhardt
Telefon: 07192 97891-0
E-Mail: zentrale@notarin-goller.de
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